Bonnie's Gedanken über extra-Arbeit

Ich sitze hier an einem kühlen, sonnigen Morgen in Westaustralien und bereite die nächsten Kurse in Melbourne vor (und werde lieb aber bestimmt von Mone angehalten, diesen Text zu schreiben). Und so kommt eine Frage auf, die mir immer wieder gestellt wird und die ich euch nun beantworten möchte: “Wieso machst du all diese zusätzliche art of motion Arbeit eigentlich?”

Vollzeit arbeite ich an der University of Western Australia (UWA) als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Forschung und Lehre. Zusätzlich bin ich Geschäftsführerin vom UWA Exercise & Performance Centre und Gründungsdirektorin von Thriving, einer Non-Profit-Organisation für klinische Trainings für Kinder und Jugendliche. Oft fragen mich meine Mitmenschen daher, warum ich auch noch meine Abende oder Wochenenden mit einem weiteren Job fülle?  

Eine einfache Antwort wäre zu sagen, dass ich einfach schlecht darin bin, nicht beschäftigt zu sein. Und das stimmt, aber es ist nicht die Antwort auf die Frage. Es gibt sicherlich 101 Dinge, die ich mit meiner freien Zeit machen könnte; aber wie jeder bei art of motion weiss, es ist überwältigend, informativ und aufregend zu unterrichten - aber nie EINFACH! Eine Antwort lautet: Ich verbringe meine “freie Zeit” mit art of motion, weil ich stete Inspiration und Energie für meine anderen Jobs bekomme!  

Karin und art of motion haben eine beachtliche Herausforderung gemeistert: Und zwar komplexe Theorien und Forschungsergebnisse in praktisches Wissen und Werkzeuge in einem für Bewegungsfachleute passenden Format zu kreieren. Das auf Grundlagenwissen und Erfahrung beruhende Fundament der Kurse ist die solide Basis, die mein akademisches Hirn braucht und gibt mir die Möglichkeit meinen Horizont zu erweitern und mich neuen Herangehensweisen in Bewegung und Gesundheit zu öffnen.  

Es ist eine einzigartige Qualität von Karin’s Ansatz und art of motion Ausbildungen, dass die Teilnehmer ermutigt werden, das ganzheitliche, grössere Bild zu sehen, ohne dabei die traditionellen, evidenzbasierten Konzepte zu vernachlässigen. In jedem Kurs finde ich spannende und inspirierende Verbindungen zwischen dem Kursinhalt, meinem theoretischen Hintergrundwissen und Forschungsergebnissen und natürlich der klinischen Arbeit.  

Also zurück zum “Wieso?” … Meine Hauptmotivation in all meinen Vorhaben ist es, Menschen zu ermöglichen, ihre Gesundheit durch Bewegung zu verbessern. Alle meine Rollen, in der Forschung, im Unterricht oder in der Klinik sind auf dieses Ziel ausgelegt. art of motion liefert einen entscheidenden Beitrag und Möglichkeiten für Bewegungsfachleute, die mit einer professionellen Ausbildung ihre Fähigkeiten aufbauen, erweitern und verfeinern wollen. Ich fühle mich privilegiert, Teil dieses Ausbildungsteams zu sein. Immer wenn ein Kurs zu Ende geht, freut es mich, wenn ich mir vorstelle wie die Teilnehmer in ihren Arbeitsalltag zurückkehren. Mit innovativen und manchmal auch verwirrenden, aber immer mit reichhaltigen Ideen, mit denen sie ihren Klientinnen ganz neue Bewegungsmöglichkeiten geben können. Und wenn ich hier nun so sitze, in meinem Pyjama und mit einem Glas Rotwein, macht mich dieser Gedanke richtig glücklich und ich freue mich auf den nächsten Tag, die nächste Woche und die nächsten Kurse!